ELIAS – 20 Jahre CHORWERK RUHR Konzerte


Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Elias Oratorium nach Worten des Alten Testaments für Solisten, Chor und Orchester op. 70 (1846)

Termine

Sa5.9.2020 — 20 Uhr

UNESCO-Welterbe Zollverein, Salzlager, Essen

Ticket

So6.9.2020 — 18 Uhr

Mercatorhalle Duisburg

Ticket

Do17.9.2020 — 20 Uhr

Historische Stadthalle Wuppertal

Ticket

Fr18.9.2020 — 20 Uhr

Konzerthaus Dortmund

Ticket

Sa19.9.2020 — 20 Uhr

Maschinenhalle Zeche Zweckel, Gladbeck

Ticket

Felix Mendelssohns geistliches Oratorium „Elias“ op. 70 darf wohl als sein Hauptwerk angesehen werden. Direkt nach Beendigung des „Paulus“ machte Mendelssohn sich an die Stoffsuche. Die Werkentstehung verlief schleppend, über insgesamt 11 Jahre hinweg. Die Uraufführung erfolgte am 26. August 1846 in Birmingham für dessen Musik-Festival der Komponist den Auftrag zur Komposition eines geistlichen Oratoriums erhalten hatte. Eine umfangreich revidierte Fassung wurde dann am 16. April 1847 in London aufgeführt. Am Ende dieses Jahres starb Mendelssohn im Alter von nur 38 Jahren.

Mendelssohn griff in diesem Oratorium die alttestamentarische Geschichte des Propheten Elias aus dem ersten Buch der Könige auf. Dabei interessierte ihn vor allem die schillernde Farbigkeit des Sujets, wie sie nicht zuletzt in den Szenen der Gotteserscheinung am Berge Horeb und der Himmelfahrt des Elias aufscheint. Zusätzlich scheint die besondere Parallele zur Lebensgeschichte Jesu Mendelssohn in der Person des Elias fasziniert zu haben. So entspricht Elias’ Himmelfahrt der Auferstehung Jesu. Elias’ Gang in die Wüste und seine Glaubensanfechtung entspricht ebenso derjenigen Jesus’ wie die geschilderte Wundertat der Auferweckung eines Toten.

Gerade weil Mendelssohn keine Oper schrieb, ist sein „Elias“ sein ehrgeizigster Griff nach der großen Form. Durch die besondere Verknüpfung von Rezitativen, Arien und Chören erscheinen viele Passagen als durchkomponiert fließend. Besonders beeindruckend ist vor allem die Vielfalt der chorischen Sätze. Die Palette reicht von kontrapunktischen Passagen, teilweise fugiert oder kanonisch, hin zu homophonen Sätzen sowie Formen des Choralsatzes. Interessant ist auch, welch unterschiedliche Besetzungsformen Mendelssohn hierbei benutzt. So findet sich die Kombination von Chor und Solisten-Duett ebenso wie ein achtstimmiger Chor, der als Doppelquartett gesetzt ist, ferner ein A-cappella-Trio und ein A-cappella-Quartett. Und auch zur besonderen Form des Chor-Rezitativs greift Mendelssohn.

Sopran: CAROLINA ULLRICH
Alt: INGEBORG DANZ
Tenor: PATRICK GRAHL
Bass: THOMAS E. BAUER (ELIAS)
CHORWERK RUHR
CONCERTO KÖLN
Dirigent: FLORIAN HELGATH