WEIHNACHTS­ORATORIUM


Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Weihnachtsoratorium BWV 248

Termine

Fr13.12.2019 — 19 Uhr

Philharmonie Essen

Ticket

Di17.12.2019 — 20 Uhr

Auditorio de la Diputación de Alicante

Mi18.12.2019 — 20 Uhr

Auditorio Nacional de la Música, Madrid

Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“, zum Jahreswechsel 1734/35 komponiert, zeigt den reifen Stil des Thomaskantors. Formal besteht es aus 6 „Kantaten“, die an 6 separaten Festtagen, den damals noch 3 Weihnachtsfesttagen, zu Neujahr, zum Sonntag nach Neujahr und zu Epiphanias, im Gottesdienst aufgeführt wurden. Dennoch spricht Bach selbst zu recht von einem „Oratorium“ und konzipiert bewusst einen zyklischen Zusammenhang, der gespeist ist von der durchgehenden biblischen Erzählung der Weihnachtsgeschichte. Bach selbst, der fast alle Teile aus eigenen bereits komponierten weltlichen Kantaten entnimmt und umarbeitet, spricht zudem von zwei Teilen (Kantaten 1 – 3 und Kantaten 4 – 6). Teil 1 ist im Sinne damaliger Tonarten-Symbolik von der festlichen Trompetentonart D-Dur bestimmt, die den ersten Teil quasi rahmt. Der zweite Teil wird kontrastierend in F-Dur und mit Hornklang in Kantate 4 begonnen. Die Kantaten 2 und 5 verzichten sogar ganz auf Blechbläser. Neben dem Evangelienbericht und den sorgfältig komponierten Chorälen tragen vor allem die nach frei gedichteten, nichtbiblischen Texten komponierten Rezitativ-Arien-Paare entscheidend zum oratorischen Charakter bei. Dabei tritt das Accompagnato-Rezitativ entscheidend hinzu. Die Arien-Vielfalt reicht dabei von der großbesetzten Form bis hin zum intimen sanft wiegenden Schlummerlied. Hier reflektiert zumal der einzelne, das Ich, über die Ereignisse. Die Dominanz der Alt-Partien verdeutlicht zudem die protestantische Sicht auf die Mutter Gottes, Maria, als Ur- und Sinnbild des Glaubens sowie Mutter der Kirche.

Sopran: SARAH WEGENER
Alt: MARIE HENRIETTE REINHOLD
Tenor: FABIO TRÜMPY
Bass: ANDRÉ MORSCH
CHORWERK RUHR
B’ROCK ORCHESTRA
Dirigent: FLORIAN HELGATH