Geschichte

CHORWERK RUHR existiert seit 1999. Gemeinsam wurde es von der KulturRuhr GmbH, dem Kommunalverband Ruhrgebiet, der Stadt Essen, sowie dem Landesministerium für Arbeit, Soziales, Stadtentwicklung, Kultur und Sport ins Leben gerufen. Erster Künstlerischer Leiter und Dirigent von CHORWERK RUHR war Professor Frieder Bernius.

Seit Bernius Abschied 2003, haben so großartige Künstler wie Reinhard Goebel, Peter Neumann, Robin Gritton, Sylvain Cambreling oder Hans Zender als Dirigenten einzelne Programme mit CHORWERK RUHR bestritten, ehe von 2008 bis Oktober 2011 der österreichische Dirigent und Komponist Professor Rupert Huber das CHORWERK RUHR leitete. Am 1. November 2011 übernahm der mehrfach ausgezeichnete Chordirigent Florian Helgath die Künstlerische Leitung.

Seit Februar 2000 fanden Konzerte aus dem gesamten Spektrum von Alter bis zu Neuer Musik statt. Konnte sich CHORWERK RUHR unter Frieder Bernius als hervorragende Ensembleschmiede für barocke Musik etablieren, hat sich der Schwerpunkt in den letzten Jahren eher auf die Neue Musik verlagert. Das Repertoire umfasst aber nach wie vor Kompositionen von Bach bis Zender und von Monteverdibis Rihm. Historisch präzise Klangrekonstruktionen stehen in der Geschichte des Vokalensembles gleichberechtigt neben innovativen Konzepten und Uraufführungen, so etwa von Komponisten wie Hans Schanderl, Gerhard Stäbler, Clytus Gottwald, Rupert Huber, Moritz Eggert, Robert Moran, Eriks Esenvalds und Nikolaus Brass. Jährlich vergibt CHORWERK RUHR dabei bis zu zwei Kompositionsaufträge.

CHORWERK RUHR hat in seinen Projekten bereits mit namhaften Orchestern zusammengearbeitet. Darunter das Ensemble Resonanz, Concerto Köln, Musica Antiqua, musikFabrik, das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden, das Ensemble Modern und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Neben Auftritten im Rahmen der Ruhrtriennale wie zuletzt 2012 bei CWR 63 – Prometheus und CWR 64 – Nach spätem Gewitter und 2013 bei CWR 69 – Das Mädchen mit den Schwefelhölzern sowie CWR 70 – Ikon of Light, ist das Ensemble bundesweit aktiv. In Berlin war CHORWERK RUHR geladen, anlässlich des Festaktes zum 60-jährigen Bestehen der BRD zu singen. Zudem trat ChorWerk Ruhr im März 2014 im Rahmen der renommierten Konzertreihe für zeitgenössische Musik des BR musica viva im Herkulessaal in München auf. DesWeiteren war CHORWERK RUHR zu Gast bei den Audi Sommerkonzerten in Eichstätt und Ingolstadt, wo das Ensemble unter der Leitung von Kent Nagano im Juli 2014 zusammen mit der Audi Jugendchorakademie und der Tschechischen Philharmonie Prag die Sinfonie Nr. 2 von Gustav Mahler aufführte.

Den Erfolg bei Presse und Publikum konnte CHORWERK RUHR in den letzten Jahren stetig ausbauen, so dass es sich als eines der hochwertigen künstlerischen Markenzeichen der Metropolregion Ruhr und als einer der Spitzenchöre in Deutschland etabliert hat. Dies belegen beispielsweise die Aufnahmen durch WDR und DLR, CD-Produktionen, sowie der Filmmitschnitt der Oper „Moses und Aron“ von Arnold Schönberg. Letztere wurde mit großem Erfolg im Rahmen der Ruhrtriennale 2009 aufgeführt. 2016 wählte die US-amerikanische Presse gleich zwei Ruhrtriennale-Produktionen mit CHORWERK RUHR, „Carré“ und die Aufführung von „De Materie“ in der Park Avenue Armory Hall, zu „The Best Classical Music of 2016″.

DIRIGENT*INNEN die bisher mit CHORWERK RUHR zusammengearbeitet haben:

Philipp Ahmann
Michael Alber
Frieder Bernius (Künstlerischer Leiter von 2000 – 2003)
Michael Boder
Sylvain Cambreling
Nicholas Collon
Attilio Cremonesi
Jonathan Darlington
Reinbert de Leeuw
Reinhard Goebel
Robin Gritton
Matthew Hamilton
Florian Helgath (Künstlerischer Leiter seit 2011)
Paul Hillier
Matilda Hofman
Rupert Huber (Künstlerischer Leiter von 2008 – 2011)
Stephen Layton
Rüdiger Lotter
Susanna Mälkki
Christopher Moulds
Kent Nagano
Peter Neumann
Erik Nielsen
Kirill Petrenko
Emilio Pomàrico
Ralf Popken
Kaspars Putniņš
Jérémie Rhorer
Peter Rundel
Gotthold Schwarz
Steven Sloane
Marcus Stenz
Klaas Stok
Bruno Weil
Hans Zender

BISHERIGE AUFTRAGSKOMPOSITIONEN UND
URAUFFÜHRUNGEN (UA)

Rupert Huber (*1953) – Tamar (UA 2009)
Samir Odeh-Tamimi (*1970) – Leila und Madschnun (UA 2010)
Robert Moran (*1937) – Buddha goes to Bayreuth (UA 2011)
Eric Esenwalds (*1977) – No longer mourn for me (UA 2014)
Moritz Eggert (*1965) – Nacht.Tick.All (UA 2014)
Hans Schanderl (*1960) – Gitanjali Nr. 100 (UA 2014)
Malika Kishino (*1971) – Chant (UA 2015)
Thomas Blomenkamp (*1955) – Nachtlieder (UA 2016)
Hans Zender (*1936) – Hannya Shingyo (UA 2016 der Fassung für Männerchor und Orchester)
Nikolaus Brass (*1949) – Earth Diver (UA 2016)
Stefan Heuke (*1959) – Baruch ata Adonaj (UA 2016)
Ondrej Adamek (*1979) – Steinar (UA 2017 der Fassung für 24 Sängerinnen und Sänger mit Instrumenten)
Ondrej Adamek (*1979) – Schreibt bald! (UA 2018)