Le Miroir de Jesus


André Caplet (1878-1925)
Le miroir de Jésus: mystères du Rosaire
für Mezzosopran, Frauenchor, Harfe und Streicher (1923)

durchsetzt mit Sätzen aus

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Tilge, Höchster, meine Sünden, BWV 1083
Bearbeitung nach dem Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi

Termine

Fr12.4.2024 — 20 Uhr

Immanuelskirche Wuppertal

Sa13.4.2024 — 20 Uhr

Johanneskirche Düsseldorf

So14.4.2024 — 17 Uhr

Christuskirche Bochum

Wie man die Mysterien der biblischen Passionsgeschichte in eine extravagante musikalische Form gießen kann, stellte der französische Komponist André Caplet Anfang des 20. Jahrhunderts eindrücklich unter Beweis: Er schuf ein kammermusikalisches Oratorium für Mezzosopran, Frauenchor, Streicher und Harfe, in dem er alte und neue Klänge kunstvoll zusammengefügt hat: Le miroir de Jésus. Mystères du Rosaire gilt vielen als bedeutendstes Werk des in unmittelbarer Debussy-Nachfolge stehenden Komponisten. So groß seine Affinität zum Meister des Impressionismus anfänglich war, so selbstbewusst löste sich Caplet später von seinem Vorbild und fand im Laufe der Zeit zu einem eigenen, vor allem religiös inspirierten Kompositionsstil – wie in Le miroir de Jésus hörbar. In Anlehnung an die mittelalterlichen Mysterienspiele vertonte Caplet 15 Sonette von Henri Ghéon, die das Leben Jesu aus der Perspektive der Jungfrau Maria beschreiben.

Unter Leitung von Julia Selina Blank werden Chorwerk Ruhr und das Ensemble Les Essences innerhalb dieses musikalisch-expressiven Kammerspiels immer wieder innehalten und – als spirituelle Einkehrmöglichkeit – Sätze aus Bachs Kantate „Tilge höchster, meine Sünden“ einweben. Bach hat hier eine wunderbare Coverversion zu einem der berühmtesten Kirchenmusikwerke seiner Zeit geschaffen: des Stabat mater seines italienischen Komponistenkollegen Giovanni Battista Pergolesi.

Mezzosopran: ULRIKE MALOTTA
CHORWERK RUHR (Damen)
LES ESSENCES
Dirigentin: JULIA SELINA BLANK

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